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Grenzen setzen ohne Schuldgefühl- warum das gerade Frauen so stark betrifft

  • Alia Barwig
  • 19. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Viele Frauen wissen theoretisch, dass sie Grenzen brauchen. Und trotzdem sagen sie Ja, obwohl alles in ihnen Nein schreit. Nicht, weil sie konfliktscheu sind. Nicht, weil sie es „nicht gelernt haben“.

Sondern weil Grenzen ihr Nervensystem aktivieren.


Warum Frauen Grenzen oft zu spät spüren

Besonders Frauen sind früh darauf konditioniert worden, Beziehung zu sichern:– Harmonie wahren– Bedürfnisse antizipieren– eigene Impulse zurückstellen: Aus bindungstheoretischer Sicht war Anpassung oft überlebenswichtig. Das Nervensystem hat gelernt: Wenn ich Nein sage, verliere ich Verbindung. Deshalb wird eine Grenze nicht als Selbstschutz erlebt, sondern als Beziehungsrisiko.


Schuldgefühl ist kein moralisches Problem

Schuldgefühl beim Grenzen setzen ist kein Charakterthema. Es ist eine Stressreaktion.

Das Nervensystem registriert: Potenziellen Kontaktabbruch– Ablehnung– Konflikt:

Und schaltet in Alarm.

Deshalb fühlen sich Grenzen oft an wie: Innere Unruhe– Rechtfertigungsdrang– Rückzug oder Übererklärung. Nicht, weil die Grenze falsch ist,sondern weil das System noch keine Sicherheit im Abgrenzen kennt.


Winter, Yin & Grenzen

Der Winter ist die Zeit natürlicher Begrenzung:– weniger Energie– weniger Außen– mehr Innen

Das Yin-Prinzip erlaubt: Ich muss nicht verfügbar sein.

Grenzen im Winter sind kein Rückzug aus Beziehung, sondern ein Eintreten in Selbstkontakt.

Viele Frauen spüren im Winter besonders klar:„So viel geht gerade nicht mehr.“

Das ist keine Schwäche.Das ist ehrliche Selbstwahrnehmung.


Grenzen als Selbstregulation – nicht als Abwehr

Grenzen dienen nicht dazu, andere fernzuhalten.Sie dienen dazu, uns selbst stabil zu halten.

Ein reguliertes Nervensystem:– spürt Grenzen früher– kommuniziert klarer– bleibt beziehungsfähig

Grenzen sind kein Bruch.Sie sind Beziehungspflege – auch im beruflichen Kontext.


3 Tipps für Dich, um besser Grenzen zu setzen

1. Setze Grenzen innerlich, bevor du sie aussprichstViele Frauen versuchen, Grenzen direkt im Außen zu setzen –während sie innerlich noch im Konflikt sind.

Beginne innen: Darf ich das für mich wollen, auch wenn jemand enttäuscht ist?

Innere Erlaubnis reguliert das Nervensystem –erst dann wird die Grenze tragfähig.


2. Verkörpere Grenzen, statt sie zu erklären. Je dysregulierter wir sind, desto mehr erklären wir.

Ein reguliertes Nein braucht keine Begründung. Es ist ruhig. Klar. Präsenzbasiert.

Grenzen wirken nicht durch Worte, sondern durch Körperhaltung, Tonfall, Tempo.


3. Nutze den Winter, um Kapazität ehrlich zu benennenDer Winter ist keine Zeit für maximale Verfügbarkeit. Übe Sätze wie:– „Das geht gerade nicht in meiner Kapazität.“– „Ich komme darauf zurück, wenn es stimmig ist.“

Das ist keine Schwäche. Das ist souveräne Selbstführung.


Love, Alia

Coach I Trainer

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